Frieder Döring-2025
Die Lebensuhr von unserem treuen Wegbegleiter Dr. Frieder Döring abgelaufen
Zuallererst war er MENSCH

Frieder Döring war unser Gedächtnis, unser starker Motor, hat sich stets uneitel an die Seite derer gestellt, die eine schwere Zeit durchlebten, obwohl er selbst sehr krank war. Offen ist er mit seiner Krankheit und seiner von ihm ziemlich genau berechneten noch zur Verfügung stehenden Lebenszeit umgegangen. Er hat nie geklagt, er sprühte vor Lebensfreude und Neugier.
Unsere Marie-Luise Nacken und er haben gemeinsam vor kurzem an seiner letzten Broschüre über die Wüstung Kölschbach gearbeitet. Marie-Luise hat diese wunderbaren Szenen vom Gespräch eingefangen, das Frieder mit Käthe Brokop in deren K¸che in Altwindeck f¸hrte.

Wir verabschieden uns von einem herrlichen Menschen mit Stimmen von unseren Mitgliedern
Rolf Meding, Schladern:
Wenn ein guter Mensch geht bleiben uns nur die Erinnerungen an ihn, aber wir haben die Gelegenheit uns am 12.04.2025 um 14:00 Uhr auf dem Waldfriedhof ñ Schladern zu verabschieden.
Frieder wird im Grab seiner Eltern beigesetzt, das war sein Wunsch.
Helga Meierhenrich, Herchen:
Gestern erfuhr ich, dass Frieder gestorben ist. Ich bin seitdem tief traurig, in Gedanken bei Christa und der Familie und immer wieder überkommen mich viele, immer schöne Erinnerungen an ihn. Mit Worten lässt sich gar nicht ausdrücken, was wir und viele, viele andere von ihm empfangen haben!
Johan Steenhoek, Loch:
Das ist eine sehr traurige Nachricht. Er war ein sehr lieber und fantastischer Mensch. Ich behalte ihn so in Erinnerung, wie ich ihn das letzte Mal gesehen habe - auf seinem Roller beim Dreh mit dem WDR. Da wollte er sich unbedingt noch einmal kurz zeigen, aber er sagte bereits, dass er müde sei und sich nicht gut fühle.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.
Bernd Hundenborn, Schladern:
Der Tod von Frieder macht uns traurig. Viele schöne Erlebnisse mit Frieder werden uns immer wieder an ihn erinnern - wie z.B. die gemeinsamen Wanderungen, bei denen er gerne seine selbstgestrickten Socken trug. Wenn abends bei uns die Rebenkugel leuchtet, denken wir an Frieder.
Marie-Luise Nacken, Altwindeck:
Auch ich schließe mich an. Ein großer Verlust für den Verein Windeck im Wandel und als Mensch.
Die Zusammenarbeit mit ihm war sehr lehrreich für mich. Wir hatten viel Spaß und haben viel gelacht. Er war immer gut gelaunt, interessiert an jeder kleinen Geschichte, die wir zu den vielen Fotos von Käthe erzählt bekommen haben. Seine Augen strahlten bei jeder Erzählung, und er hatte noch so viele Ideen. Danke, dass ich ihn kennen lernen durfte. Er bleibt mit schˆnen Erinnerungen.
Marthe Schmidt, Schladern:
Das ist wirklich eine sehr traurige Nachricht. Mein Freund und ich mochten Frieder sehr gern und haben viel von ihm gelernt und mit ihm geschmunzelt. Ich erinnere mich zu gerne an einen Spaziergang mit ihm in Alsen. Wir haben in zwei Stunden so viel erfahren über den Wald, Tiere, Archäologie, Geschichte, Geologie, Medizin, Pilze und und und. Er hatte ein unfassbar breites Wissen und wird uns in liebevoller Erinnerung bleiben mit seiner netten, inspirierenden, anpackenden und mitreißenden Art und Euch geht es eventuell auch so.
Susanne Lock, Werfen:
Dass Frieder sich aus seinem Leben verabschiedet, zeichnete sich in den vergangenen Monaten bereits ab. Ich kenne Frieder nicht einmal 2 Jahre, aber immer, wenn ich ihn traf, hatte er eine starke Ausstrahlung: Engagiert, neugierig, voller Wissen über Erdgeschichte, Siedlungsgeschichte, Botanik, Alltagsleben unserer Heimat. Und er hatte einen starken Drang, all das der Welt mitzuteilen. Wir und WiWa können dafür wahrlich dankbar sein. Seine selbstlose Hilfe hat mich sehr beeindruckt.
Ulrich Kraemer, Schladern:
Als I-Dötzchen in der 1. Klasse der einklassigen Volksschule Schladern mit Lehrer Hoppe lernte ich Frieder, obwohl nur wenige Häuser entfernt wohnend, 1952 kennen. Frieder spielte als Zehnjähriger nicht mit uns im Sand, sondern experimentierte mit Naturphänomenen und wollte den Sinn hinter dem Unbekannten herausfinden. Diese Eigenschaft begleitete ihn sein gesamtes Leben zur Freude derer, die seinen vielfältigen, lebendigen Ausführungen zu lauschen Geduld hatten.
Frieder hat sich um seine Heimat große Verdienste erworben. Ich stelle sie auf eine Stufe mit dem Heimatforscher Emil Hundhausen, auch aus Schladern.
Wolfgang Bredenbrock, Schladern:
Wie wichtig Frieder Döring für unsere Heimat, speziell für Schladern war, hat sich im letzten Jahr bei der 850 Jahr Feier der Burg Windeck gezeigt. Er war unser Gedächtnis, um keine Antwort verlegen. Es war spannend ihm zuzuhören und auch zu diskutieren. Ich hoffe, wir haben alle seine Informationen verwahrt. ER war ein besonderer Mensch, ein gläubiger Mensch. Die Friedenskirche in Schladern war für ihn sehr wichtig. In der Beziehung zur Kirche war er auch streitbar mit der Evangelischen Amtskirche. Für Schladern ist sein Tod ein unglaublicher Verlust. Lieber Frieder Ruhe in Gottes Frieden.
Sylvia Schmidt, Schladern:
Die Lücke die er bei uns hinterlässt, ist nicht zu füllen, sie wird bleiben. Ich vermisse ihn jetzt schon, denn es ist schwer zu verstehen, dass der bis vor kurzem noch so aktive Frieder, nun nicht mehr seinen unzähligen Leidenschaften und Interessen folgen kann. Ich persönlich kenne niemand, der so sehr jede Sekunde seines Lebens genutzt und ausgekostet hat. Seine größte Stärke ist aber vielleicht noch eine andere. Frieder hat die hohe Kunst des Schenkens bis ins Letzte kultiviert. Er hat sich selbst verschenkt, ohne sich dabei zu verlieren. Er verschenkte Wissen, ärztlichen und menschlichen Rat, liebend gerne auch praktische Tatkraft oder kleine Aufmerksamkeiten.

Auf Wiedersehen Frieder, wir wünschen Dir sonnige Tage und viele Abenteuer, dort, wo Du jetzt bist. Grüße unsere Leute da oben. Wir bleiben in Kontakt!
Wir wünschen der ganzen großen Familiengemeinschaft von Frieder, dass der menschliche Reichtum, den er verschenkt hat, die Bilder der schweren Krankheitsphase bald in den Hintergrund treten lassen. Frieder war dem Leben zugewandt, er würde sich sicherlich freuen, seine Familie gut versorgt zu wissen.