Käthe Warminski erzählt aus ihrem Leben
Aufgeschrieben im Februar 2026 von Marie-Luise Nacken für Windeck im Wandel e.V. 
Käthe Warminski am 8.10.2025
Bis 1951 bin ich in der Burgwiese in Windeck, heute Altwindeck, groß geworden. Das Anwesen gehörte der Familie Caminneci. Meine Mutter, Gertrud Ottersbach, hatte dort zwei Zimmer, wofür sie 30 Reichsmarkt bezahlen musste, mit Ausnahme im Krieg. Sie war für den Garten und die Blumenbeete zuständig.

Landhaus Burgwiese um 1936
Mein Vater Anton war Soldat. Er wurde am 31.08.1905 in Hoppengarten als Sohn des Wilhelm und der Wilhelmine Ottersbach geboren.

Anton Ottersbach, Tilsit 1943

Familie Ottersbach aus Hoppengarten

Gertrud Ottersbach geb. Zimmermann ca. 1920er Jahre vor Schloss Windeck

Schloss Windeck
Das Schloss, die Burgwiese (Flurname) und einige andere Ländereien (z. B. Kölschbach) gehörten damals der Familie Caminneci, die ursprünglich aus Palermo stammt. Nach der Heirat von Arnoldine Danzier (Tochter des Landrats Danzier des seinerzeitigen Kreises Waldbröl) und dem italienischen Bankier Andrea Caminneci, wurde Schloss Windeck 1899/1900 um das doppelte seiner Größe erweitert. Die Familie suchte während des Zweiten Weltkriegs dort Zuflucht, aber das Schloss wurde zerstört.
Geschichten vom Schloss auf der WiWa-Internetseite: windeck-im-wandel.de/Altwindeck
Gertruds Vater war Wilhelm Zimmermann aus Windeck.

Neun Geschwister Zimmermann; Wilhelm erste Reihe zweiter von links.

Wilhelm (1871-1955)
Wilhelm war in den Jahren 1891-1894 Soldat in Koblenz. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Landessturmmann in Luxemburg. Im Jahre 1904 kaufte er den westlichen Teil des heutigen Hauses „Im Thal Windeck 27“ (vom Haus gibt es eine eigene Geschichte). Er heiratete im Februar 1900 Katharina, geborene Ottersbach (1876-1961).
Sie feierten ihre Goldhochzeit in der Gastwirtschaft „Zur Linde“ (damaliger Inhaber Thiel), aber wegen der Fastenzeit verbot der Geistliche das Tanzen. Damit sie sich das Fest leisten konnten, haben die verkauften Äpfel im Herbst geholfen.
Gottfried Zimmermann (vom Lebensmittelgeschäft in Windeck, nicht verwandt) fuhr das Gold-Paar zum Siegtaldom nach Dattenfeld und das ganze Dorf ging begleitend hinterher.

Die Familie Zimmermann am Abend in der Küche. Dieses Bild wurde Anfang des Krieges (1939 -1945) gemacht. Franz war der Fotograf, mittels Selbstauslöser.
v. l. Oma Katharina Z. (1876-1961), Käthe (1936), Opa Wilhelm Z. (1871-1955), Franz Hundenborn (1904-1974) und seine Frau Katharina geb. Zimmermann (1903-1988).
Im Hintergrund der Kochkessel für das Schweinefutter. Der Schornstein steht heute erneuert noch an gleicher Stelle. Der Herd steht ebenfalls noch im Hause „Im Thal Windeck 27“. Am Schornstein hängt Käthes Plüschmäntelchen. Die Türe war der Durchgang zur guten Stube.
Mutter Gertud Zimmermann wurde am 28.02.1905 in Windeck als Tochter von Wilhelm Josef Zimmermann (19.03.1871 - 16.01.1955) und Katharina Ottersbach (17.08.1876 - 26.01.1961) geboren. Die Eheleute hatten vier Mädchen und zwei Jungen. Wilhelmine (1901), Wilhelm (1902), Katharina (1903, verh. mit Franz Hundenborn), Gertrud (1905), Maria (1907), Josef (1913).
Wilhelm war Heizer bei der Firma Elmores A.G. in Schladern. Im Juli 1933 hatte er sein 25-jähriges Arbeitsjubiläum, vermutlich ging er 1936 mit 65 Jahren in Rente. Im Nebenerwerb betrieben er und seine Frau noch etwas Landwirtschaft.
Elmores Fabrik Schladern; Wilhelm ganz rechts mit Hut
Erinnerung von Käthe
Meine Mutter Gertrud geborene Zimmermann arbeitete als junge Frau in Köln als Dienstmädchen, zunächst bei der Familie Kluthmann und später bei Familie Hempel in Bayenthal. Ihr Lohn war mehr als bescheiden, aber sie bekam Kost und Logis.
Da der Bubikopf modern wurde, schrieb sie nach Hause, ob sie ihre Zöpfe abschneiden könnte. Ihr Vater antwortete mit den Worten: „Dann brauchst du nicht mehr nach Hause zu kommen.“

v. l. Gertrud Otterbach (1905-1985), Josef Zimmermann (1913-1945), Wilhelm Zimmermann (1871-1955), Kind Käthe, Katharina Z. (1876-1961), Katharina Hundenborn (1903-1988)

Eltern Zimmermann mit Töchtern und Enkelin Käthe

v. l. Gertrud Ottersbach sowie Helga, eine Cousine von Helmine Zimmermann (verh. Hahn); der Junge ist Karl Heinz Walgenbach, dahinter Christel Holschbach, am Puppenwagen Helmine Zimmermann, dahinter Käthe Ottersbach.
Das Bild zeigt die alte Giebelansicht des Nachbarhauses Schmeiss/ Fuchs/ heute Käthe Brokop. In grauer Vorzeit war es vermutlich Scheune oder Stall zum Wohnhaus des Vorbesitzers von „Im Thal Windeck 27“, Gerhard Hundhausen. Man beachte die vorgesehenen Fenster in der Giebelwand und das Plumpsklo. Auf dieses Klo gingen in dieser Zeit, etwa 1943, bis zu vier Wohnparteien.
Kommen wir nochmal in die Burgwiese zurück. In den Kriegsjahren lebten Mutter und Tochter Ottersbach die meiste Zeit allein in der Burgwiese. Vater war ja Soldat. Die Herrschaften wohnten in den Sommermonaten im Schloss. Wenn sie einen Spaziergang zur Burgwiese machten, rief der Hausmeister und Chauffeur Heinrich Voss unten an und man musste beschäftigt tun. Früher gab es einen Waldweg vom Schloss runter zum Landhaus Burgwiese.
Als es zur Evakuierung von Köln kam, zog ein Ehepaar Frings mit ein. Man genoss die Geselligkeit und saß gerne zusammen. Nach dem Krieg zogen die Frings wieder zurück nach Köln und es stellte sich heraus, dass sie genau neben den Hempels wohnten, wo Gertrud einst in Stellung war. In den Fünfzigern fuhr Käthe einmal nach Köln um sie zu besuchen. Als sie ankam, meinte Frau Frings: “Es tut mir leid, ich muss jetzt zum Friseur und habe keine Zeit. Hier hast du fünf Mark.“ Also hatte sich die Fahrt wohl doch gelohnt.

Burgwiese; Käthe mit Puppe Louise
Dieses Foto entstand etwa 1940 im Haus „Burgwiese“, wo die Familie Ottersbach bis 1950 gewohnt hat. Die Puppe wurde in jedem Jahr zu Weihnachten neu eingekleidet. Der Kindertisch sowie der Kinderstuhl befinden sich heute noch im Familienbesitz.
Auch eine Frau von Eichel (Verwandtschaft von Caminneci) kam mit Möbeln und Angestellten aus dem Osten.
www.windeck-im-wandel.de/infothek/altwindeck/altwindeck-burgwiese-14-caminneci-1945
Mit ihnen kamen auch Gerda Simon und Gerda Busch, die zunächst bei ihr in der Burgwiese arbeiteten. Sie wurden später sehr gute Schneiderinnen, heirateten und blieben dem Ort treu. Gerda Simon war jahrelang bei Hermann-Josef Steckelbach (bekannter Schneider aus Altwindeck) angestellt.
Gerda Busch hatte erst eine kleine Wohnung bei Steinhaufs (Gaststätte Thiel/Linde) unterm Dach. Ihre Eltern kamen dazu und sie musste auf einem Liegestuhl schlafen. Danach bekam sie eine Wohnung in Rossel, später heiratete sie Herbert Busch aus Oberwindeck. Sie hat noch lange gearbeitet, und Käthe hat ein paar Kleidchen für ihre Töchter von ihr genäht bekommen. Käthe war bis zu Gerdas Tod mit ihr befreundet.
Artilleriebeschuss auf Windeck Ostern 1945
Käthe und ihre Mutter laufen von der Burgwiese los, wollen zum Schutz in den Keller ihrer Großmutter Katharina Zimmermann (Im Thal Windeck 27). Beim Fuhrmannshaus (Haus vor Burgwiese) legen sie sich in den Graben, um abzuwarten, bis sie weiterlaufen können. In den Tagen des Beschusses von Leuscheid aus wird auch das Schloss getroffen und brennt. Ein Hühnerstall von Nackens brennt ebenfalls und im Haus von Schusterin Trina Salz (ehemals gegenüber vom Museum) stirbt ihr bettlägeriger Vater, sowie ein Pferd eines versteckten Soldaten. Das Fleisch wird später im Dorf verteilt.
https://www.windeck-im-wandel.de/infothek/altwindeck/auf-leisen-sohlen-katharina-salz-deutschlands-einzige-schusterin.
Im Keller der Volksschule, wo heute das Heimatmuseum ist, suchten die Windecker auch Zuflucht. Bei einem Beschuss lagen Käthe Ottersbach und Anneliese Schwellenbach auf einem Kartoffelbett.
Jede Brücke war kurz vor Kriegsende zerstört worden, um den Amerikaner aufzuhalten. Als dieser kam, wurde die Burgwiese beschlagnahmt, und Gertrud musste mit ihrer Tochter Käthe für drei Wochen in den Keller ziehen. Noch lange war es ein gefährliches Unterfangen, über die Eisenträger der Brücken zu balancieren.
Nach dem Krieg gab es Lebensmittelmarken, und ihre Mutter ging nach Dattenfeld zum Kaufhaus um diese einzulösen, etwa gegen ein kleines Stück Butter; sie musste lange dafür anstehen.
Der Sommer 1947 war sehr heiß und das Wasser immer knapp. Die Ziege bekam Blätter vom Haselnussstrauch. Sie war mit einer Kette an einem Pflock befestigt, und leider strangulierte sie sich.
In Hoppengarten gab es noch eine Streuobstwiese. Da fuhr Käthe mit dem Rad hin, um die wenigen Äpfel, die drunter lagen, aufzusammeln und mit nach Hause zu nehmen. „Ich muss sagen, trotz des Krieges hatte ich eine schöne Kindheit“, erinnert sie sich an diese Zeit.

Hochzeit Anton und Gertrud Ottersbach 1934

Brautpaar mit Trauzeugen 1934
Am 06.01.1936 kam Käthe zur Welt und zehn Jahre später ihr Bruder Franz-Josef am 23.12.1946.

Anton Ottersbach um 1947/48 vor dem Haus „Im Thal Windeck 27“.
Im Hintergrund v. l.: Haus Baur, Haus Roland Müller, Voss Scheune.
Anton Ottersbach arbeitete 34 Jahre bei der Firma Kisten- und Stilfabrikation von Johann Langen im Lehmberg in Schladern, und später zehn Jahre bei Elmores Metall A.G. Sieben Jahre trug er noch die Tageszeitung in Schladern aus. Er war Mitglied im Wanderverein Altwindeck.

Franz-Josef, Oma Katharina Z., Käthe

die kleine Käthe mit Schaf

Kommunionkind Käthe April 1945
Erinnerungen an die Schule
„Auf dem Windecker Schulhof wurden in jeder Pause Kreisspiele gemacht, z. B. Mariechen saß auf einem Stein - es kamen die Herren aus Hauenstein - Pontius mein Schneiderlein - Die schönste Tochter - ein Schüler vom Gymnasium der brachte mich nach Hause.
Lehrer Johann Portugal organisierte Maifeiern, diese fanden oberhalb auf der Wiese im Overdall statt. Es wurde ein Gerüst aufgestellt und oben hing eine Wurst. Rosel Orthmann (verh. Hasenbach) war sehr wendig, kletterte hoch und erwarb die Wurst.
Zu Ehren von Johanns Namenstag sammelten die Schüler Waldbeeren, erbaten in Höhnrath Mehl und haben alles dem Bäcker Lenz nach Schladern gebracht. Der backte daraus einen Kuchen und brachte ihn dann zur Gaststätte „Linde“. Dort aßen die Schüler mit ihrem Lehrer Johann Portugal dann den Namenstagskuchen.“
Schulbild von 1950 mit Käthe Ottersbach h.r.
1. Reihe v. l.: Kurt Röhrig, Friedhelm Hasenbach, Winfrid Holschbach, Rita Neukirchen, Marianne Kuhlbach, Hannelore Vogt und Elisabeth Engel, (mit den Köpfen zusammen) Gertrud Kölschbach, Marianne Geimer, Elfriede Hundhausen, Helmi Thewes und Martin Pauli
Dahinter v. li.:
Franz-Josef Hundhausen, Johannes Salz, Gertrud Willmerroth, Franz-Josef Salz, Hildegard Kannegieser, Elisabeth Kolb, Dorothea Kölschbach, Therese Orthmann
Letzte Reihe v. li.
Dieter Steinhauf, Lehrer Böhlefeld, Paul Steinhauf, Lehrer Portugal, Gertrud Wilmerroth, Helmine Hahn, Christel Holschbach, Roswita Pauli, Karin Schäfer, Anneliese Schwellenbach und Käthe Ottersbach.
Käthes Schulweg führte auch bei Christel Holschbach vorbei (selbe Straße). Sie gingen zusammen weiter, sprangen über den Bach und waren in der Schule, die später das Heimatmuseum wurde.

Gertrud Ottersbach, rechts Johannes Salz
Die Maifeiern
1934 wurde im Ort, am sogenannten Marktplatz, von der Jugend zum ersten Mal ein Maibaum aufgestellt.1948 wurde der erste Maikönig gewählt. Nach den aufgestellten Richtlinien konnten die jeweils Gewählten die Königin selbst bestimmen. Bis zur Proklamation musste dieses aber geheim bleiben. Und so gab es manchmal eine Überraschung. So wie auf dem Bild oben, wo sich Gertrud Ottersbach als Maibraut ausgab.
Seit 1948 gab es jedes Jahr ein Maipaar. Nach 1963 fand sich leider keiner mehr bereit, diese Tradition fortzuführen (Text aus „60 Jahre Wanderverein Altwindeck e.V. 1925-1985“).

Maipaar 1955, Käthe Ottersbach und Hans-Josef Gauchel

Maipaar 1956, Helmine Hahn und Paul Steinhauf
Kommen wir von den Maifeiern zum Karneval, der auch eine lange Tradition im Dall hat. Schon Mutter Gertrud (genannt Trautchen) und ihre Schwester Katharina (genannt Trina) haben sich gerne verkleidet. Es gab und gibt immer noch eine alte Kiste mit Karnevalskostümen und auf die Bühne wurde auch gegangen und wunderbar gereimte Geschichten verzählt. Käthe hat das Gen auch geerbt, dazu später mehr.

Tante Trina mit Dieter Steinhauf
Wie wertvoll so ein Bild sein kann
und wenn man weiß, wer es war und wann.
Tante Trina aus dem Dall
hatte mit ihrer Schwester an Karneval nen Knall
sie holten den Koffer mit Kostümen und Masken
verkleideten sich als Hexe oder Basken
waren spontan voller Humor
und sangen mit den Dällern im Chor
O Windeck, du Perle an der Sieg
und freuten als der Franz Steinhauf nach
so vielen Jahren kam aus derm Krieg.
(von Tochter Ulrike überliefert)

Käthe Ottersbach
Käthe war direkt nach der Schule einige Wochen in der Baumschule Caminneci in Schladern beschäftigt. Dort lernte sie, wie gepflanzt wurde.
Da Käthe nicht direkt eine Lehrstelle fand, kam sie zur Überbrückung nach Schladern in die Berufsschule. Diese wurde ans Schulgebäude (heute Kindergarten) angebaut. Bei der Schuleinweihung war sie dabei, und es wurden mehrere Lieder gesungen (Wir sind jung, die Welt ist offen - o du schöne weite Welt - Freude laßt uns fröhlich loben - unsere schöne helle Welt….).
Unten in den Kellerräumen war die Puddingschule (Haushaltsschule), oben drüber die Wohnung für die Hauswirtschaftslehrerin. Es wurden auch Ausflüge gemacht: ein Spaziergang nach Rosbach zur Lungenheilstätte; Ausflug nach Köln zur Firma Brüggelmann; Ausflug nach Blankenberg. Im Turm lag ein Buch aus, worin sich sogar Theodor Heuss verewigt hatte.
Wenn morgens Berufsschule war, fuhr sie danach mit dem Rad nach Wilberhofen zur Firma Steinhilber. Dort nähte sie sieben Jahre Knöpfe an die Mäntel, Arbeitszeiten von 6.45 Uhr bis 17.30 Uhr, 15 min Frühstückspause, 45 min Mittagspause, Stundenlohn 1,12 Mark und 14 Tage Betriebsferien. Für die Abschlussprüfung gab es fünf Mark Spesen.

Hochzeit 1959 Bruno und Käthe Warminski
Bruno Ferdinand Warminski (05.11.1938 - 16.08.2023), geboren in Köln-Nippes, groß geworden in Baleroth (wie Bullerbü, die ganze Familie hat wunderbare Erinnerungen daran). Seine Eltern waren Gerhard und Cilly – er war Schuster und sie arbeitete in einem Geschäft. Schwester Cilly (geb. 1937) war ein Jahr älter. Vater Gerhard kam aus einer sehr musikalischen Familie und jeden Sonntag wurde Hausmusik gemacht.
Als Köln bombardiert wurde, zogen Bruno und Cilly mit ihrer Mutter und ihrer Oma Auguste nach Baleroth, sie wohnten bei Bekannten.
Am 08. März 1942 ist dann leider Vater Gerhard mit 30 Jahren als Held im Krieg verstorben. Für Bruno wurde sein Opa Bruno zu einer wichtigen Person. 1944 wurde Bruno eingeschult, und als er mit der Volksschule fertig war, ging er zur Eisenbahn. Da war er vierzehn Jahre alt. Sein großes Hobby wurde Fußball.
Auf einem Sportfest auf der Herchener Höhe sah er zum ersten Male die Käthe aus dem Dall. Am 02.05.1959 wurde geheiratet. Es kamen die Kinder: Ursula (1959), Gerd (1961), Ulrike (1963), Klaudia (1966).
Zwischen 1959 - 1963 lebte die Familie bei der Schwiegermutter in Helpenstell. 1961 wurde das Haus auf dem Knoppen (heute Windeckerstr. 22) gebaut und 1963 eingezogen.

Großeltern Ottersbach mit Ursula (1959) und Gerd (1961)

Luftbild „Im Thal Windeck 27“ von Norden
Oft waren sie zu Besuch bei den Großeltern, die oben im Haus wohnten, und bei Tante Katharina, die unten mit Ehemann Franz (1904-1974) lebte. Diese hatten selber keine Kinder, und so hatten die Enkel zwei Anlaufstellen.

Großvater Anton mit Enkelkindern und Tochter Käthe

Anton O. Frühjahr 1976
Windecker Frauen im Sommer 1981
v. l.: Trautchen Ottersbach, Trautchen Kölschbach, Maria Pauly mit Urenkel Jens, Lina Merten, Trina Hundenborn

Haus Bruno und Käthe Warminski

Karnevalswagen von den Dällern 1978
oben v. l.: Herr Lukisch, dahinter mit Hut Adolf Müller
unten v. l. Anneliese Müller, Anton Ottersbach, Frau Gumpert knutschend mit Gerda Busch, Christoph Holschbach, Waltraud Zimmermann, Brunhilde Otto, Sophie Lukisch, Lena Steinhauf und hinten rechts Josefa Müller.

Goldhochzeit 1984 Gertrud und Anton Ottersbach
Beide sind im Jahr 1985 verstorben.
Karneval war immer was los

Karnevalsvorbereitungen
Käthe fuhr nach Siegburg in eine Buchhandlung, da gab es Karnevalsheftchen zur Inspiration zu kaufen. Es wurde sich verkleidet als Klofrau oder Blumenmädchen … .
Mama du warst so herrlich
früher in der Bütt
mit viel Humor und at kütt wie at kütt
die Damen aus dem Elferrat riefen dich zeitig an
Käthe an Weiberfastnacht da bist du dran
die Frauen im Publikum jubelten im Chor
noch eine Zugabe tritt wieder hervor
auch heute an deinem Festtag
du warst so souverän
die Predigt für die Katz
und die Knoppen Hymne hören wir doch so gään.
(von Tochter Ulrike).
Die Predigt von der Katz
Bei der Messe kam des Pfarrers Katze auch herein. Sie ging ganz langsam durch die Kirche und oben setzte sie sich hin. Sie schaute hinauf zu ihrem Pfarrer, aufmerksam hörte sie auch hin. Da guckten alle nach der Katze, die Schläfer weckte man noch auf, damit sie sahen, wie die Katze zu ihrem Pfarrer schaut hinauf.
Ihr wundert euch, sprach jetzt der Pfarrer, dass meine Katze kommt hierher, dass sie aufpasst auf die Predigt, dass wundert euch vielleicht noch mehr. Sie kommt hier rein und nimmt hier Platz, weil sie gehört hat, dass der Pfarrer er hält hier Predigt für die Katz.
(von Käthe auswendig vorgetragen bei ihrem 90 Geburtstag)

Fußballauto und Porschetrecker von Bruno
Brunos große Leidenschaft war Fußball, und sein rotes Auto war viel unterwegs zwischen den Fußballstätten im Windecker Ländchen. Er trainierte seinen Sohn Gerd, später wurden auch die Enkel für den Fußball begeistert. Er war Trainer und brachte so manchen Jugendlichen gut durch die Pubertät.
Auch kümmerte er sich um die Scheune, die noch in Baleroth stand. Dahinter hat er noch eine Streuobstwiese angelegt, und lange wurden dort regelmäßig die Äpfel geerntet. Es wurden auch unvergessliche schöne Feste dort gefeiert, Eisenbahnertreffen oder die Hochzeit seiner Tochter Ulrike. Imker ist er durch seinen Fußballfreund Friedel Oettershagen geworden.
Als seine Mutter 1985 starb, wurde er zum Ahnenforscher und hat manches recherchiert, unter anderem über das Haus „Im Thal Windeck 27“ (Broschüre „Das Elternhaus“ von Bruno Warminski 1996). Sein Sohn Gerd ist jetzt Hausbesitzer in der siebten Generation.
Er wurde zum Heimatforscher und schrieb einige Berichte für die Eitorfer Heimatblätter. Er war im Dall und überall bekannt und beliebt. Seine neun Enkelkinder liebte er und fand die Rolle als Opa am besten. Er erlebte noch den ersten Urenkel Bruno.

Erich Patzke mit Bruno beim Kartoffeln suchen

Bruno und Käthe
Die neun Enkelkinder von Bruno und Käthe:
Kathrin (1984), Robert (1993), Sophia (1995), Richard (1997), Felix (1998), Vincent (2000), Paul (2000), Valentin (2002), Greta (2003) sind alle sportlich unterwegs und haben schöne Erinnerungen an den Opa, der leider am 16.08 2023 verstarb.

Treffen
Hintere Reihe v. li.: Ulrike, Vincent, Detlef, Valentin (Ehemann und Söhne von Claudia), Gerd, Vater Bruno, Klaudia.
Vordere Reihe v. li.: Sophia, Robert, Richard (Kinder von Ulrike), Katrin (Tochter von Ursula)
. 
Geschwister Warminski: Greta, Paul und Felix.

2019 Jubiläum

Käthe und Bruno 60 Jahre verheiratet

Goldhochzeit von Bruder Franz und Hanne 2022

Käthe in ihrer Küche 2023
Auch im hohen Alter ist Käthe noch an allem interessiert. Sie geht regelmäßig sonntags ins Blumencafé zu ihrem Stammtisch, spielt „Mensch ärgere Dich nicht“, löst Rätsel.
Telefoniert wird regelmäßig mit Verwandten und Bekannten. Es gibt Cousinentreffen und allerlei Besuche.

Familientreffpunkt Fronleichnam 2024 mit Johannes Salz;
im Hintergrund im Bierwagen Enkel Felix

90. Geburtstag, Käthe W. und Marie-Luise Nacken
Es ist ein Geschenk
wenn man so bedenkt
sie hat alle Tassen im Schrank
ist selten krank
ihre Mutter wurde 80 Jahr
heute ist Käthe 90 der Star
hat alles im Griff
Kapitän auf Familienschiff
hin und wieder stößt
sie ans Riff ganz sachte
erzählt was die Däller einst machten
viele Träume hat sie in der Nacht
manchmal über diese wacht
die Strümpfefrau kommt um halb acht
Gerd schaut was Zeitung, Katz und Kaninchen macht
Mama freust dich über Bofrostmann
endlich ist die Asiapfanne dran.
Heute hat sie in den Bahnhof eingeladen
Obwohl der Schnee ging bis zu den Waden
Hatten eine muntere Runde
blieben länger als ne Stunde
Wichtig ist nichts aufzuschieben
ach ja wo ist die Zeit geblieben
(von Tochter Ulrike am 06.01.2026)
Vielen Dank Käthe für deine Erinnerungen und viel Gesundheit für die kommende Zeit.
Die Bilder: Familienarchiv Warminski und Marie-Luise Nacken.
https://www.windeck-im-wandel.de/infothek/altwindeck/altwindeck-burgwiese-14-caminneci-1945?
HJH