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Altwindeck - Im Thal Windeck 54 - Neukirchen 1945

Text | Personen | 01.01.1945

Ein "Däller" Weihnachtswunder?    (Teil 1 + 2)

Von Pfarrer Ralf Neukirchen, aufgewachsen in Altwindeck, aufgeschrieben Weihnachten 2020

Teil 1

Gibt es Wunder? Schwer zu sagen. Obwohl ich als katholischer Pfarrer in Köln-Chorweiler wirke. Jedenfalls kenne ich Zeiten, in denen ich wundersamen Geschichten sensibler zuhöre. Weihnachten gilt als Wunderzeit. Über die Feiertage 2020 erlebte meine Familie etwas Wunderbares. Davon möchte ich erzählen. Doch der Reihe nach. Denn viele Fäden weben hier eine wundersame Geschichte.

Das letzte Bild der jungen Familie Michels. (1944/45)
Johann Michels mit seiner Frau Josefa und der gemeinsamen Tochter Rita. Damals zwei oder drei Jahre alt. Danach ging es für Johann Michels wieder in den Krieg, aus dem er nicht mehr in die Heimat zurückkehrte. 

Das Todesjahr des Vaters war das Geburtsjahr des Sohnes

Im Dattenfelder Siegtaldom gibt es ein Buch mit den Namen der heimatlichen Gefallenen beider Weltkriege. Zwei Seiten darin hatten es mir von Jugend auf angetan. Auf ihnen finden sich die gleichen Namen: "Johann Michels". Es sind die Namen von Vater und Sohn - meines Urgroßvaters und meines Großvaters. Letzterer wurde 1914 geboren. Ungewöhnlich: Das Geburtsjahr des Sohnes war das Todesjahr des Vaters. Wenige Monate zuvor war der nämlich gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges bei Sedan gefallen. Doch nun zu meinem Großvater.

Alles was wir hatten: Eine Eidesstattliche Versicherung

Kaum eine Familie, die angesichts von Kriegen nicht ein trauriges Schicksal verbindet. Viele wissen bis heute nichts über den Verbleib ihrer Angehörigen. Alles was wir hatten, war die Eidesstattliche Erklärung eines Heimkehrers, der 1949 versicherte, zusammen mit meinem Opa Johann Michels bis 1947 in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen zu sein. Er bezeugte, dass dieser im Lazarett des Lagers Kustina verstorben sei. über ein halbes Jahrhundert lang war das alles, was wir wussten. Ich finde, das ist schon viel. Denn als am 8. Mai 1945 die deutsche Wehrmacht bedingungslos kapitulierte, war der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende und weltweit wurden 55 Millionen Tote gezählt, darunter 20 Millionen Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Mir schien es schlicht unmöglich, aus einer solch unvorstellbaren Zahl von Schicksalen das eines Einzelnen herauszufinden.

Eine Suche in Etappen

Es war u. a. Bruno Warminski, der sich im Laufe der Jahre an verschiedene Dienststellen wandte, um etwas über den Verbleib vermisster oder gefallener Windecker zu erfahren. Lange Jahre blieben Anfragen nach dem genaueren Verbleib meines Großvaters Johann Michels, etwa beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., weitestgehend ergebnislos. Im Oktober 2003 erreichte Bruno Warminski ein Schreiben der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht, in dem auf eine mögliche Kriegsgefangenenakte hingewiesen wurde. Sie könne Information über die Stationen der Kriegsgefangenen und den Sterbe- und Grablageort enthalten. Wir erfuhren, dass Johann Michels in den letzten Kriegstagen am 2. Mai 1945 (in Berlin) in Gefangenschaft geriet. 

Die digitalisierte russische Kriegsgefangenenakte 

Zwischenzeitlich waren durch die veränderten politischen Verhältnisse mehr Informationen zugänglich. Die Politik Gorbatschows erlaubte die detaillierte Erschlieflung der russischen Archivquellen. Im April 2012 erreichte meine Familie über den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes schließlich die digitalisierte russische Kriegsgefangenenakte meines Opas. Seine Unterschrift unter dem sechsseitigen Dokument ist das letzte persönliche Lebenszeichen, das wir von ihm haben. 

Die Akte schließt mit der amtlichen Bestätigung seines Todes im Kriegsgefangenenlager. Todesursache: Lungenentzündung. Russischsprachige Gemeindemitglieder halfen mir bei der Übersetzung. Fast 70 Jahre nach Kriegsende tauchte dieses Dokument unerwartet aus der Vergangenheit auf. Für mich mit tiefgreifenden Folgen. Denn nicht zuletzt diese Erfahrungen führten mich auf die Spurensuche nach Frieden.

Was kann ich tun, um Frieden zu fördern?

Ich, der Enkel, von dem er nie etwas wusste, halte 65 Jahre nach seinem Tod die russischsprachige Kriegsgefangenakte meines Opas in meinen Händen und bin tief bewegt. Was kann ich bewirken in einer Welt, die immer heftiger von blutigen Konflikten, Streit und Hass erschüttert wird? Was kann ich tun, um Frieden und Versöhnung zu fördern? Ein altes Sprichwort weiß ja, was auf dem Spiel steht: "Krieg verzehrt, was Friede beschert." Krieg ist leichter angefangen als beendet. Versöhnung braucht Orte der Trauer, der Ehrlichkeit, des Zuhörens und den Mut zum ersten Schritt. Ein Friedensschritt war für mich der Guss der Chorweiler Friedensglocke 2014. Ich weiß nicht, was mein Opa dazu sagen würde - aber seine Unterschrift unter das Dokument, das seinen Tod bezeugt, ist mir ein Mahnmal für den Weg der Versöhnung.  

Hoffentlich bricht die Form nicht, war die größte Sorge von Pastor Ralf Neukirchen beim Gießen der Friedensglocke auf dem Pariser Platz in Chorweiler. Als weltumspannendes großes Friedenszeichen hat die Friedensglocke fünf Kinderhände von Kindern der fünf Kontinente als Prägung. Foto: Marcel Soppa 


Exkurs: Der Zusammenklang guter Kräfte

In einer Welt voller Misstöne glaube ich fest an den Zusammenklang guter Kräfte. Das durfte ich mit dem Guss der Chorweiler Friedensglocke in Köln buchstäblich erleben. Die Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Nationen waren damals eingeladen, eine Hand voll Heimaterde für den Guss der Friedensglocke beizutragen, damit ein "echtes" Friedenssymbol entstehe. Hunderte Heimaterden aus aller Herren Länder kamen zusammen. Auch eine Hand voll Windecker Heimatboden. Besonders berührt war ich verständlicherweise, als wir Erde vom russischen Generalkonsulat für den Guss der Glocke bekamen. Natürlich dachte ich damals auch an unsere Familiengeschichte und ich war dankbar, mir für den Frieden wenigstens ein wenig die Hände schmutzig machen zu können.

Kostbare Gebetshilfe: Russisch-orthodoxe und römisch-katholische Kirche begegnen einander im Gebet um Verstorbene.

Ob sich der Himmel an der Suche nach meinem Großvater beteiligt hat? Ich weiß nur, dass ich den Himmel daran beteiligt habe. Mit einem Ikonenmalkurs fuhr ich 2018 nach Russland. Als ich die endlosen Wälder und Wiesen dieses schönen Landes an mir vorüberziehen sah, dachte ich auch an das furchtbare Leid, das der Krieg über die Menschen gebracht hatte. Und an "Opa Johann", der in diesen Wahnsinn verwickelt gewesen war. Er war mein stiller Reisebegleiter. Einer Vorahnung folgend hatte ich von der russischen Kriegsgefangenenakte die kyrillischen Buchstaben seines Namens "abgemalt". Nur für den Fall, dass es möglich sei, für ihn ein Friedensgebet zu erbitten. Schließlich konnte ich am östlichsten Punkt der Reise, im Ipatios-Kloster der Heiligen Dreifaltigkeit in Kostroma Gottesdienste für ihn feiern lassen. Die kyrillischen Buchstaben seines Namens schrieb ich auf den in der russisch-orthodoxen Kirche üblichen Gebetszettel, übergab ihn der Kirche und zündete dort auch eine Kerze an. Die Verantwortlichen klärte ich darüber auf, dass wir römisch-katholisch seien. "Das ist kein Problem", erklärte man mir. Zu erleben, wie die russisch-orthodoxe Kirche das Gebet auch für die ehemaligen Feinde wagt, hat mich tief bewegt und verborgene Kräfte des christlichen Glaubens spüren lassen. 

Ein besonderes Weihnachtstelefonat. - "Ich glaube, wir haben Opa gefunden!"


Wieder daheim verlief der Alltag in seinen gewohnten Bahnen. Bis kurz vor Weihnachten 2020 eine russischsprachige Frau aus Chorweiler ganz aufgeregt bei mir anrief. Ich hatte sie 2018 gebeten, die Gefangenenakte einmal nach möglichen Hinweisen auf die Grablege abzutasten.
Kurz vor Weihnachten traf sie in der Bahn zufällig auf einen alten Arbeitspartner. Die beiden kamen ins lockere Gespräch. Wie es so geht, und wer woher kommt. Der Gesprächspartner lebt auch in Chorweiler, stammt aber aus Koroljow, einem Stadtteil 20 Kilometer nordöstlich von Moskau. Koroljow? Hatte sie bei ihrer Suche nicht von einem Friedhof mit Namen "Staroy Kladbishe bolschewskoye" in der Nähe gelesen? Der Mann stutzte. Woher sie denn den Namen des alten Friedhofes seines Stadtteils kenne, fragte er verwundert. Sie erzählte ihm aufgeregt von der Suche. Er erinnerte sich, dass vor einigen Jahren dort ein Mahnmal errichtet worden sei. Da er über die Weihnachtstage zu einem Familienbesuch nach Koroljow fahren wollte, nahm er sich vor, dort einmal kurz vorbeizuschauen. Was er dort "fand" ist unser kleines Weihnachtswunder. Auf einem Grabstein der Kriegsgräberfürsorge taucht der Name meines Opas Johann Michels " wie aus dem Nichts " auf. Geburtsdatum und Sterbedatum stimmen mit der Kriegsgefangenenakte überein. 

 

Alle Bilder: Neukirchen

Ich konnte es nicht fassen. Erst als mich die Bilder erreichten und ich den Namen meines Opas auf dem Grabstein las, begann ich zu realisieren, dass aus einer Millionenzahl von Schicksalen, jenes Eine gefunden war .. nach fast 75 Jahren.

Selten ist mir ein Weihnachtstelefonat nach Hause so nahegegangen: "Ich glaube, wir haben Opa gefunden!"

Teil 2

"An den Frieden müssen wir Hand anlegen"

Pastor Ralf Neukirchen schickt ein kleines Glöckchen als große Friedensbotschafterin auf Reise

Von Sylvia Schmidt 

dieser Beitrag ist in leicht abgeänderter und gekürzter Form am 29. Oktober 2014 in der Rhein-Sieg-Rundschau erschienen 

Windeck. "Ich finde, jedes Menschenkind hat ein Recht auf eine gute Kindheit. Die Friedensglocke erinnert vielleicht daran - deswegen die fünf Kinderhände." Der das sagt, ist Pastor Ralf Neukirchen, der vor einigen Monaten in seinem Pfarrbezirk in Köln-Chorweiler dafür sorgte, dass ein kleines Friedensglöckchen seither als "Friedensbotschafterin" großen Anklang findet. Er selbst ist in Windeck aufgewachsen, wo er regelmäßig seine Familie besucht.

Pastor Ralf Neukirchen weiht am 26. April 2014 zum Friedensfest die Friedensglocke auf dem Pariser Platz ein. Als weltumspannendes großes Friedenszeichen hat die Friedensglocke fünf Kinderhände von Kindern der fünf Kontinente als Prägung.


Im Oktober 2013 war Neukirchen als Pastor in die "Katholische Pfarrgemeinde des Seligen Johannes XXIII." in Köln-Chorweiler gewechselt. Zu seinen ersten Aufgaben gehörte es, ein Fest im Stadtteil Köln-Chorweiler zur bevorstehenden Heiligsprechung des Pfarrpatrons zu planen. "Dieser Papst (1958 - 1963) hat sein ganzes Leben für die Verwirklichung von Frieden und Verständigung unter den Völkern eingesetzt", so Neukirchen und damit passe er genau in seinen Bezirk, in dem Menschen aus 120 Nationen mit unterschiedlichen Religionen und kulturellen Wurzeln meist friedlich miteinander leben. Angesichts der aktuellen Krisengebiete in der Welt, hoffte der Priester, dieser "Friedenspapst" könne ein Schlüssel zu den Menschen in seiner neuen Umgebung sein und gemeinsamer Nenner aller vertretenen Nationen in ihrer Sehnsucht nach Frieden. Er entwickelte die Idee, eine interreligiöse Friedensglocke gießen zu lassen, die mit ihrem Klang eine Botschaft als "eine Stimme für alle" weitertragen könne. Dabei erinnerte er sich an eine Erzählung, dass die alte Laurentiusglocke des Siegtaldoms in Windeck-Dattenfeld in Heimaterde gegossen worden war. 

Er nahm Neukirchen Kontakt zum Glockengießer Bruder Michael Reuter vom Kloster in Maria Laach auf, der ebenso wie die entscheidenden Stellen grünes Licht für das Vorhaben signalisierte. Um ein einzigartiges Projekt daraus zu machen, sollte die Friedensglocke im Herzen von Chorweiler auf dem Pariser Platz gegossen werden. "Es ging mir auch darum, dem für seinen kalten Beton bekannten Chorweiler einen neuen Klang, eine Aufwertung, zu geben." Als Prägungen sollte die Glocke die ersten drei Worte der Enzyklika von Johannes XXIII.: "pacem in terris" - "Frieden auf Erden" und als weltumspannendes großes Friedenszeichen fünf Kinderhände von Kindern der fünf Kontinente erhalten. Damit sie überall erklingen kann, wo Menschen sich für den Frieden einsetzen, sollte die Friedensglocke einen fahrbaren Glockenstuhl bekommen.

Mit der Bitte um eine Hand voll Heimaterde wandte sich der Geistliche an die Anwohner und schrieb alle Botschaften der in Chorweiler lebenden Nationen an. Aufgrund seiner Funktion als Pfarrer, noch dazu als neuer, hatte er mit Widerständen gerechnet, doch die Rückmeldungen waren überwältigend. Die Menschen aus Chorweiler besorgten Heimaterde, dutzende Botschaften beteiligten sich und die Medien berichteten. So kamen Heimaterden aus 52 Nationen zusammen. Als die russische, die ukrainische und die amerikanische Botschaft hintereinander anriefen, bekam Neukirchen Angst vor seiner eigenen Courage. "Erst da habe ich gemerkt, wie schwer das positive Symbol wiegt in einer Zeit, in der es an vielen Stellen der Welt kriselt. Eine interreligiöse Friedensglocke zu gießen, hatte mitten ins Herz getroffen." Auch Heimaterde aus Windeck hatte Neukirchen entnommen. Eine Altwindeckerin erklärte sich spontan bereit, über Freunde Heimaterde vom Geburtshaus von Papst Johannes XXIII. schicken zu lassen.

Wie Glocke und Zubehör finanziert werden sollten, wusste "der Hüter der Glocke", wie der Pastor in Chorweiler genannt wird, anfangs nicht. Viele Menschen organisierten Sammlungen und Sponsoren stellen sich ein. Einer älteren Frau war das Vorhaben derart wichtig, dass sie Erspartes ihrer Altersvorsorge spendete. Sie wollte wissen, was der Frieden koste und überreichte eintausend amerikanische Dollar aus den 1960er Jahren. 

Am 26. April dieses Jahres, einen Tag vor der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII., strömten die Besucher zum Friedensfest auf den Pariser Platz und überbrachten die Heimaterden und ebenso viele Geschichten dazu. So war zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges Erde aus Verdun geschickt worden. Mit den Worten "Wir sind da!", versammelte sich eine Abordnung der immer wieder bedrängten Aleviten um Neukirchen. "Da kam der ganze Druck hoch, ich habe angefangen zu heulen". Ihrer Gemeinschaft hatte auch Ali Kurt, "Der Held von Köln", angehört, der kurz vorher beim Versuch zwei Mädchen im Rhein vor dem Ertrinken zu retten, ums Leben gekommen war.

Damit die Glocke beim Gießen Halt hat, schickten Menschen aus aller Welt eine Handvoll Heimaterde.


Während des Gusses stirbt ein Glockengießer drei Tode: wenn die Glocke gegossen wird; wenn sie aus dem Lehm ausgepackt wird; wenn sie zum ersten Mal angeschlagen wird.



v. l. n. r.: Pastor Ralf Neukirchen, ehem. Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge (Grüne); Christian Möbius (CDU) MdL; Gisela Manderla (CDU) MdB (Verteidungsausschuss), Malik Karaman (SPD) Ratsmitglied für Volkhofen/Weiler, Chorweiler und Blumenberg, Jürgen Roters,  Oberbürgermeister der Stadt Köln (SPD) 

Alle Fotos: Marcel Soppa 

Die Gießer füllten das symbolträchtige Erdgemisch aus allen Teilen der Welt um die Glocke, bevor sie die Form mit flüssiger, zischender Bronze füllten. Am nächsten Tag ertönte zum ersten Mal das "f" der 74 Kilogramm schweren und 50 Zentimeter großen Glocke, an die viele Menschen ihre Hand für den Frieden anlegten, so wie es Isabella aus Amerika, Preyathi aus Australien, Louan aus Europa, Eva aus Afrika und Melina aus Asien mit ihren in der Glocke verewigten Kinderhänden getan hatten. Dass die Botschaft auch dahin vorgedrungen war, wo Neukirchen in seiner Funktion als Pastor wohl nie hingekommen wäre, merkte er, als Jugendliche ihm einmal zuriefen "Aye, Du bist doch der Typ mit der Glocke!"

Die kleine "Friedensbotschafterin" geht seither mit ihrem fahrbaren Glockenstühlchen auf Reisen. Kostenlos wird sie ausschließlich zur interkulturellen Verständigung und für Friedensaktionen verliehen. So läutet die Glocke seit den Sommerferien ihre Friedensbitte beim "Chorweiler Abendfrieden" jeden Sonntagabend auf dem Pariser Platz in die Stadt hinein. 

Eine Handvoll Erde kam aus 52 Ländern, hier einige Auszüge aus den Schreiben der Botschaften: 

Die Botschaft der islamischen Republik in Afghanistan: 
Wir hoffen, dass eines Tages alle Menschen auf dieser Erdenkugel miteinander in Frieden leben können, in einer Welt in der wir nur zu Besuch sind. Frieden ist der größte Segen, den diese Welt erhalten kann. 

Die Botschaft des Staates Israel: 
Wie Sie sicher wissen, ist die Sehnsucht der Menschen in Israel nach echtem Frieden groß. Wir hoffen darum, dass der Klang der Friedensglocke weit trägt - vielleicht auch bis in unser schönes Land. 

Die Botschaft der Libanesischen Republik: 
Libanon ist eine Botschaft an die Welt, dass ein Nebeneinander der verschiedenen Gemeinschaften mit unterschiedlichen religiösen, kulturellen und traditionellen Hintergründen möglich ist. 

Das Generalkonsulat des Königreichs Belgiens:
Das unermessliche Leiden, das sich während des Zweiten Weltkrieges wiederholte, hat das Land nicht dazu angetrieben, sich auf sich selbst zurück zu besinnen. Im Gegenteil, Belgien gilt heutzutage als eines der meist globalisierten Länder in der Welt mit einer offenen und multikulturellen Gesellschaft.

Die Botschaft von Mexiko: 
Jedes Volk hat seine eigene Sprache, seine Kultur, Traditionen, Ansichten und seinen Glauben. Auch wenn diese Unterschiede manchmal zu Konflikten führen, stellen sie eine Bereicherung für die ganze Menschheit dar. Mögen Vielfalt und kultureller Reichtum in Zukunft zu einer besseren Verständigung und Einheit zwischen den Völkern beitragen.

 

 

 

 

 

 


Im Thal Windeck 54
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